Ostara - Göttin der Fruchtbarkeit
Im Atemrhythmus der Erde: die Schamanentrommel
Die Friedenspfeife - vielmehr als nur eine Pfeife
Die christlich Auferstehung wurzelt in einer Auferstehung der Natur!
In fast allen schamanischen Traditionen spielt die Schamanentrommel eine bedeutende Rolle.
Allgemein wird geglaubt, sie wurde zur Streitschlichtung verwendet. Doch die Friedenspfeife ist viel mehr als nur ein Friedenssymbol.
©Stephan-N._pixelio.de
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Der Mensch ist ein halbes Reptil

Wie dünn die Decke unserer Zivilisation ist, zeigt unser evolutionäres Erbe: Ein Teil unseres Gehirns steuert unser Verhalten im Alltag und in Stresssituationen. Unsere Bewusstseinsebene will diesen Einfluss aber nicht wahrhaben.

Ob beim Einkaufen, bei der erstmaligen Begegnung mit Menschen - wir entscheiden nicht nur mit unserem logischen Denkvermögen, sondern mit dem urzeitlich geprägten Teil unseres Gehirns. Und der hatte sich evolutionär bereits in der Saurierzeit entwickelt. Für Neurowissenschaftler ist klar, dass unsere Spezies nicht von einer höheren Macht vom Tierreich abgekoppelt und mit Geist erleuchtet wurde. Vielmehr sind wir das vorläufige Ergebnis der Evolution aller Lebensformen und sind von der Urzelle über die Reptilien bis zu heute existierenden Säugetieren mit allen irdischen Lebewesen verwandt. Unser Gehirn ist demnach für Neurologen und Psychologen ein Spiegelbild dieser Entwicklung: der archaische Teil als das "Reptiliengehirn" sorgt für die Kontrolle und Übersicht von eroberten Territorien sowie inneren Hierarchien. So wird beim Kontakt mit Fremden sofort eingeschätzt, ob jemand als Freund oder als Feind gilt. Dabei kommt vor allem der Dress-Code zum Tragen - die Kleidung bzw. das äußere Erscheinungsbild signalisiert Solidarität oder Trennung.

Das so genannte "Leopardenhirn" wiederum ist dann aktiv, wenn es um das Erkennen von neuen Situationen und den damit verbundenen Chancen geht. Mit anderen Worten - es sorgt für Risikofreudigkeit und mobilisiert den Jagdtrieb. Dieses  "Limbische System" verbindet Informationen aus der Umwelt mit physischen Signalen, indem es Emotionen auslöst. Einerseits gebärdet es sich sehr egoistisch, andererseits verhindert es, dass das auf Sicherheit bedachte Reptiliengehirn nicht zur Erstarrung führt.

Die jüngste, erst spät entwickelte Region beher-bergt das "Primatengehirn". Hier befindet sich der Sitz der Logik, des Schreibens und Lesens.

Problematisch wird es, wenn der Jagdtrieb des Limbischen Systems der Vernunft des Primatengehirns und dem Sicherheitsstreben des Sauriers in uns in die Quere kommt. Das ist beispielsweise täglich auf der Straße zu beobachten, wenn Autofahrer nur wenige hundert Meter vor einer roten Ampel sich noch rasch vordrängeln müssen.

Weiters sehen Wissenschafter auch Parallelen zu unseren steinzeitlichen Vorfahren, wenn sie das unterschiedliche Verhalten der Geschlechter in einem Geschäft oder Shopping-Center unter die Lupe nehmen. Während der von der Jagd geprägte Mann zielgerichtet auf das Objekt seiner Begierde lossteuert und sich unbeirrt von anderen Produkten nicht ablenken lässt, flaniert die Frau durch die Angebotsvielfalt. Ihr Verhalten erinnert wieder an die Urzeit, in der sie bei der Nahrungssuche Wiesen, Büsche und Bäume abgraste. Diese über lange Zeiträume eingeübten Vorgangsweisen erklären nun, warum sich Männer vom ausgedehnten Einkaufsbummel genervt fühlen.

Fazit: Trotz moderner Welt mit Autos, Computern und globalisierter Wirtschaft ist der Mensch unter seiner Benutzeroberfläche noch sehr archaisch programmiert.

Redaktion

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