Der Bauch von Mutter Erde: die Schamanenrassel
Moses – ein Schamane!
Ostara - Göttin der Fruchtbarkeit
Die Schamanenrassel wird zur Energietransformation eingesetzt.
Die Legende trifft auf die Wirklichkeit!
Die christlich Auferstehung wurzelt in einer Auferstehung der Natur!
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Bhutan - zwischen Tempo und Entschleunigung

So stellen sich viele das Paradies vor: 2.000 buddhistische Klöster, zehntausende Mönche, abgeschiedene Natur und größte Artenvielfalt. Der kleine Gebirgsstaat zwischen China und Indien ist auf den ersten Blick eine spirituelle Oase.

Mittlerweile ist Bhutan aus seinem Dornröschenschlaf erwacht, möchte aber den Anschluss ans internationale Niveau nicht mit Highspeed-Technologie schaffen.

Die Welt horchte auf, als König Wangchuk meinte, ihm sei das Bruttosozialglück seiner Untertanen wichtiger als das Bruttosozialprodukt.

Das notwendige Wachstum, um die Unabhängigkeit zu sichern sowie Gesundheits- und Bildungswesen auszubauen, darf nicht auf Kosten traditioneller Werte passieren.

So haben sich Architekten und Baumeister an herkömmliche Baustile zu halten: es gilt weiterhin, mit entsprechenden Formen und Farben gute Geister anzulocken und Dämonen am Betreten der Gebäude zu hindern.

Ebenso müssen sich Männer wie Frauen in originaler Tracht kleiden. 60 % der Staatsfläche soll bewaldet bleiben, Jagd und Hochalpinismus sind verboten.

Um den Tourismusstrom nicht ausufern zu lassen, sind von jedem Besucher täglich mindestens 200 US-Dollar für Unterkünfte, Verpflegung und Touren zu berappen. Diese Maßnahmen sollen Fehlentwicklungen wie in Nepal - nämlich Rucksack- und Alpintourismus sowie Umweltverschmutzung vermeiden.

Der Zwergstaat kann sich der modernen Welt nicht verschließen. Er möchte aber internationale Kredite so gering als möglich halten und mit den Einkünften aus entstehenden Wasserkraft- werken zurückzahlen.

Thimphu ist zwar (noch) die einzige Hauptstadt der Welt ohne Verkehrsampel. Dennoch entstehen 70 größere Gebäude und ein neuer Highway, um das Anwachsen von 30.000 auf  70.000 Einwohner und 20.000 Autos zu bewältigen.

Bis 1999 waren die Bürger von Fernsehen und Internet abgeschottet, heute orientieren sich die Jugendlichen bereits an westlicher Mode und an Idolen der indischen Bollywood-Filme.

Wie sollen nun die hohen Ziele - nämlich Erhaltung einer intakten Umwelt und Bewahrung der eigenen Kultur - erreicht werden?

Am Horizont erscheinen nämlich bereits einige dunkle Wolken, die ausgerechnet der gestiegenen Bildung zu verdanken sind. Zahlreiche praktisch und technisch schlecht ausgebildete Schulabgänger drängen in die Städte.

Beschäftigung gibt es aber nur im Straßenbau oder in Kraftwerksprojekten. Diese harte Arbeit wird aber bereits von indischen Gastarbeitern erledigt und gilt unter den jungen Bhutanern ohnehin als inakzeptabel.

Den sozialen Sprengstoff, der auch durch Bevölkerungswachstum und Landflucht entsteht, muss die Führung für die Zukunft in den Griff bekommen.

Redaktion

 

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Kommentare zum Artikel:
29.01.2010
berti9
Lieber Herr Mag. Walter Lanz ...auch ich war vor 2 Jahren in Bhutan und... war sehr hin- und hergerissen...vieles ist so wie im Artikel verfasst.. für mich wars: Es scheint nicht so zu sein wie es erscheint... Man sollte sich bewusst sein der junge König hat seine Ausbildung in England absolviert...für micht stellt sich die Frage: Wie lange noch wird Bhutan-Bhutan sein?? Nur eine Frage der Zeit und die Zeit läuft..... liebe Grüße aus Kärnten Berti-Elisabeth Hasler
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