Liebe die Erde wie Deine Mutter!
Liebe die Erde wie Deine Mutter!
Liebe die Erde wie Deine Mutter!
Liebe die Erde wie Deine Mutter!
Liebe die Erde wie Deine Mutter!
Liebe die Erde wie Deine Mutter!

Liebe die Erde wie Deine Mutter!

diese Aussage gab mir der Schamane Don Juan vom Stamm der Qero - den letzten lebenden Inkas, nach der Initiation zum Inka-Schamanen mit nach Hause, als Botschaft für die "westlich - zivilisierte" Welt.

Nachdem Juan  die Einwilligung der hohen Bergwesen erhalten hat, dass wir Fremden die Region der letzten noch lebenden Inkas betreten dürfen, machen wir uns auf den Weg ins Tal!

Während wir langsam den Abhang hinunter reiten erinnere ich mich spontan an ein Gespräch mit Don Juan, höre seine Stimme in meinem Kopf:

"Das, was ihr im Westen zivilisiert nennt, ist nach unserer Ansicht primitiv und barbarisch. Ihr habt keinen Respekt, vor dem, was Euch nährt und am Leben erhält. Die Erde ist unser aller Mutter, der Menschen, Tiere und Pflanzen. Und was fügt ihr Eurer Mutter für Schaden zu?

Stell Dir vor, Deine Mutter hat einen wertvollen Fingerring. Um an den Ring zu kommen, schneidest Du Deiner Mutter den Finger ab. Würdest Du Deine Mutter, die Dir das Leben schenkte, so behandeln? Nein. Aber mit Eurer Erdmutter macht ihr es so!"

Fast scheint es mir so, als ob die hohen Bergwesen sich in meine Gedanken eingeklinkt hätten, um mir aus dem Munde Juans ihre Botschaft mittzuteilen. Grüblerisch setze ich meinen Weg fort.

Am frühen Nachmittag lichten sich die Wolken, die Sonne lässt die majestätischen Berggipfel erstrahlen. Ein freundlicher Willkommens - Gruß für einen angehenden Schamanen. Doch das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht...

Zwei Tage später. Don Juan bittet uns, ihn in die Berge zu begleiten. Mehrere Zeremonien sollen an diesem Tag durchgeführt werden. Die abschließende Reinigungs- und Heilungszeremonie im eiskalten Gebirgsbach hatte ich am Vortag schon absolviert. Mein Energiefeld war vorbereitet.

Um mit den hohen Wesenheiten in Kontakt zu kommen, muss das Licht, das den Körper umhüllt, völlig rein sein, klärte mich Don Juan am Vortag auf.

In meinem mehrjährigen Entwicklungsprozess, wurden zuerst die groben, dann auch die kleinen Unausgeglichenheiten aus meinem Energiefeld entfernt.

Ausgeglichenheit und Gesundheit sind für Don Juan ein und dasselbe, eine Frage der Energie.

"Die Unausgeglichenheiten sind es, die die Menschen krank machen. Ihr sagt Stress dazu! Die Heilungszeremonien der Inkas dienen dazu, die Unausgeglichenheiten aus dem Energiefeld zu entfernen", meinte Don Juan einmal.

Ein Gebirgssee, das Wasser klar wie ein Auge, umrahmt von mächtigen Bergen. Schönheit. Ruhe, Stille, ja selbst das Summen der Insekten ist verstummt.

Die Strahlen der Sonne spiegeln sich im See. Wir sind umgeben von einem Funkeln, wie von tausenden Brillanten. Eine kleine Insel wurde von Don Juan für den Höhepunkt ausgewählt. Ich soll die Einweihung zum "Paqu Runa" , was übersetzt in etwa "Heil Mann" bedeutet,  zum Schamanen erhalten...

Nach der Zeremonie weist mich Don Juan nochmals auf die Essenz all seiner Lehren hin:

"Liebe die Erde, mehr als Du Deine leibliche Mutter jemals geliebt hast. Du bist jetzt Schamane, aufgenommen in die uralte spirituelle Tradition der Inkas. Die Inkas haben die Erde immer geliebt und geachtet. Ihr gedankt, für jede Ernte, für alles, was sie erhalten haben. Und so trage diese Botschaft hinaus und unterweise die Menschen im Respekt und der Liebe zu unserer aller Mutter...!"

Als äußeres Zeichen der Ehrerbietung vergräbt Don Juan die Opfergaben für die Mutter Erde.

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Kurt Fenkart

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