Im Atemrhythmus der Erde: die Schamanentrommel
Schamanische Reisen
Unter Schamanen in der Mongolei
In fast allen schamanischen Traditionen spielt die Schamanentrommel eine bedeutende Rolle.
Was man sich unter einem solchen Selbsterfahrungstrip genau vorzustellen hat, erfahren sie hier.
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Kampf gegen die fremde Energie
Kampf gegen die fremde Energie

Kampf gegen die fremde Energie

Am Fuße von Machu Picchu kämpft Kurt Fenkart mit Unterstützung der Liane das Todes gegen eine fremde Energie...

Im Raum ist es immer noch dunkel. Die anderen aus meiner Gruppe stecken in ihren Entwicklungsprozessen. Ich glaube, dass der Spirit mit mir bereits fertig ist. Die Reise durch die Unendlichkeit hat prägende Eindrücke in mir hinterlassen. Genüsslich gebe ich mich den Visionen hin, lasse mich treiben. 

Auf einmal höre ich meinen eigenen Mund "Nein, Nein" jammern. Mein Mund? Ich bin geschockt. Das bin nicht ich. Ich weiß, wo ich mit meinem Bewusstsein bin. Eingebettet in das Universum. Farben, Lichter, Muster. Schön. Himmlisch schön. Und wieder klingt es aus meinem Mund: "Nein!" Irgend etwas lässt meinen Mund "Nein" sagen. Komisch. Langsam lenke ich mein Bewusstsein auf dieses etwas.

Und schon wird mir übel. Ich verdränge das Übelkeitsgefühl. Ist da etwas in mir, das nicht zu mir gehört? "Nein." In gewissen Abständen, das Zeitgefühl ist schon längst verloren gegangen, kommt dieses fremde "Nein" aus meinem Mund. "Nein."

Offensichtlich wehrt sich da etwas vor dem Ausstoßen. Es wehrt sich. Ein fremdartiges Gefühl sagt mir, ich solle das Übelkeitsgefühl unterdrücken. Ich kämpfe! Ringe gegen das Fremde, das mein Denken beeinflusst. Ich weiß nicht, was es ist. Und wieder ein so eigenartiges Gefühl. "Da ist nichts." Aber ich habe da jemanden mit meinem Mund "Nein" sagen hören. Und ich weiß genau, dass ich das nicht selbst war! Mein Mund hat "Nein" gesagt, obwohl ich nichts gesagt habe. Mir wird immer übler. Wieder schaltet sich etwas ein. Unterdrück die Übelkeit. Erbrich nicht.

Ich richte mich auf, um die Aufmerksamkeit und mein Bewusstsein nach außen zu richten. Will mit meinem Verstand die Trance beenden. Die Übelkeit wird stärker. "Uhrrgs...Hahh," übergebe ich mich in den schwarzen Plastiksack. Mehrmals bis nichts mehr geht...

Wohltuend. Befreiend. Ich bin so leicht. Schwebe. Lasse mich tragen ins Licht. Geborgenheit. Leichtigkeit. Erlebe die Leichtigkeit des Seins. Fühle mich befreit vom alten belastenden Seelenmüll! Die Erkenntnis durchzuckt mich wie ein Blitz. Eine fremde, belastende Energie, hat sich vor dem Ausstoß gewehrt, hat ihr "Nein" durch meinen Mund gerufen!

Ich weiß nicht, was es war. Es war eindeutig etwas Fremdes, das jahrelang in mir gewohnt hat. Niedergeschlagenheitsgefühle und Depressionen haben mich manchmal fast erdrückt. Das Fremde hat mir, wie ein Parasit, meine Energie geraubt.

Doch die Liane des Todes reinigt und klärt alles, was nicht zum wahren Selbst gehört. Löst das Falsche vom Richtigen. Was übrigbleibt, ist klares, reines Bewusstsein. Schön. So schön.

Und ich lasse mich wieder ein auf die Visionen. Heller sind sie geworden. Reines weißes Licht. Ich werde angezogen vom Licht. Tauche ein in das Licht. Gefühle von unendlicher Geborgenheit und Liebe füllen mich aus. Durchfluten mich. Die Liane des Todes hat alles aufgelöst. Himmlisch frei.

 

Lesen Sie dazu auch:
Teil 1:
Der Göttertrank
Teil 2:
Die Lektion
Teil 3:
Klärung

 

Im fünften und letzten Teil des Berichts lesen Sie die Austreibung der Dämonen

Kurt Fenkart

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