Thomas Höffgen - Schamanismus bei den Germanen. Götter, Menschen, Tiere, Pflanzen (2017)
Der Bauch von Mutter Erde: die Schamanenrassel
Unter Schamanen in der Mongolei
Super Buch über die religiöse Weltanschauung der Mitteleuropäer!
Die Schamanenrassel wird zur Energietransformation eingesetzt.
Persönlicher Erlebnisbericht... mit HD-VIDEO
©Helmut-Wegmann_pixelio.de
©Helmut-Wegmann_pixelio.de
©Tilo-Schü-ler_pixelio.de
©Tilo-Schü-ler_pixelio.de
©petplei_pixelio.de
©petplei_pixelio.de
©Rike_pixelio.de
©Rike_pixelio.de

Die Schlange - Symbol der Gegensätze

Die Ureinwohner Zentralamerikas stellten bereits astronomische Beobachtungen an. Dennoch sahen sie in den Naturkräften geheimnisvolle und Ehrfurcht erregende Phänomene. Besondere Bedeutung hatten dabei Schlangengötter.

Der größte Schlangengott der Azteken trug den Namen Quetzalcoatl, was Gefiederte oder Schöne Schlange bedeutet.  Quetzal ist ein Vogel und das Symbol für den Himmel, Coatl hingegen eine Schlange und steht für das Symbol der Erde.

Sie befinden sich im permanenten Kampf zwischen Gut und Böse, Dunkelheit und Helligkeit. Die Azteken als Nomadenstamm glaubten der Überlieferung nach, dass sie sich nur dort, wo sie einen Adler mit einer Schlange in den Krallen auf einem Kaktusbaum sitzend vorfanden, niederlassen sollten.

Quetzalcoatl ist aber nicht mit der Gefiederten Schlange gleichzusetzen, sondern mit dem Gott, der sich aus der Schlange (und somit aus dem Irdischen) erhebt. Er steht auch für die Venus, dem Morgenstern, der ankündigt, dass die Sonne nach der beängstigenden Nacht wieder zur Erde zurückkehrt.

Schlangenmotive findet man in Mesoamerika derart häufig, dass man in den archäologischen Tempelanlagen hinter jeder Ecke ein solches Reptil vermutet. Der Eingang zum Tempel der Krieger in Chichen Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán etwa wird von zwei Furcht einflössenden Klapperschlangen flankiert (siehe Bild nebenan). 

Eine der Erdgöttinnen der Azteken, Coatlicue, die Erdmutter, wurde in Gestalt einer Schlangenstatue verewigt und 1824 in Mexiko City unter dem Kathedralenplatz entdeckt. Sie zählt zu den monströsesten Kultobjekten, die je geschaffen wurden.

Die Azteken glaubten, dass jemand, der von einer Schlange gebissen wurde, von den Göttern berührt worden sei. Die ruckartigen Bewegungen des Kopfes, die von der Wirkung des Giftes auf den Rückgratsnerv herrührt, wurden als Zeichen eines Geistes, der sich des Menschen bemächtigt, gedeutet.

Am meisten verwendeten die Maya Schlangenabbildungen. Sie stellten sich die Erde als Rücken eines Krokodils vor, das in einem Wasserlilienteich schwimmt. Der Himmel war für sie eine doppelköpfige Schlange. Diese symbolisierte für sie das kostbare Regenwasser.  

Redaktion

Kommentare zum Artikel:
... noch keine Kommentare vorhanden.
Infos aus der Welt des Schamanismus!
Suche:
shaman.magazine abonnieren
USERNAME
PASSWORT
newsletter abonnieren