Thomas Höffgen - Schamanismus bei den Germanen. Götter, Menschen, Tiere, Pflanzen (2017)
Die Friedenspfeife - vielmehr als nur eine Pfeife
Anleitung zur schamanischen Reise
Super Buch über die religiöse Weltanschauung der Mitteleuropäer!
Allgemein wird geglaubt, sie wurde zur Streitschlichtung verwendet. Doch die Friedenspfeife ist viel mehr als nur ein Friedenssymbol.
Hier erfahren Sie wie es geht!
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Göttliche Zornausbrüche

Wenn das Wort Vulkan fällt, hat man sofort qualmende Rauchsäulen und Tod bringende Lavaströme vor Augen.

Viele Völker verstanden dies als Ausgeburt göttlicher Launen oder mächtiger Geister, die nur durch Opfer, Buße und Beschwörungen besänftigt werden konnten. So verwendete nach Vorstellung der alten Griechen Hephaistos (römisch: Vulcanus) die Feuer speienden Berge als Schmiedewerkstätten.

Im Vulkan Nyiragongo in Zaire residierte der gute Geist Gongo, im Vulkan Karisimbi der Dämon Ryangombe. Die Hawaiianer wiederum erzitterten vor den Launen der Göttin Pele, die bei Kämpfen mit ihrer Schwester Namakaokahai für Erdbeben und Eruptionen sorgten. Dabei - so der Volksglaube - entstand die hawaiianische Inselkette.

Zeus bezwang das mythologische Ungeheuer Typhon, indem er den Ätna auf ihn warf und ihn darunter begrub.

Die Christen sahen Vulkane überhaupt als Pforten der Hölle. Wenn die Krater zu dampfen begannen, vernahm man das Brüllen der Dämonen und das Wehgeschrei der Verdammten. Um den Zorn Gottes zu beschwichtigen, trägt man heute noch Reliquien und Heiligenstatuen der Lava entgegen, um den Strom zum Stillstand zu bringen.

Das Bild von Vulkanen als infernale Szenerien muss aber doch kräftig zurecht gerückt werden. Über die gesamte Menschheitsgeschichte betrachtet überwiegt der Nutzen vulkanischer Tätigkeit bei weitem die schädlichen Auswirkungen.

Nicht von ungefähr haben sich um vulkanische Massive Millionen Profiteure angesiedelt, die der fruchtbaren Erde Dünger, Nahrung, Baumaterialien, Energie und Heilquellen verdanken.

Freilich kommt es in geologisch regelmäßigen (für uns Menschen langen) Zeitabständen zu katastrophalen Eruptionen von so genannten Supervulkanen. Dagegen nehmen sich Ausbrüche gewöhnlicher Vulkane bescheiden aus. So hatte die Super-Eruption des Vulkans Toba auf Sumatra vor ca. 74.000 Jahren einen über mehrere Jahre dauernden vulkanischen Winter ausgelöst und beinahe die gesamte menschliche Population ausgelöscht. Nur einige tausend Individuen dürften überlebt haben. Der so entstandene genetische Flaschenhals erklärt möglicherweise die geringe genetische Vielfalt des modernen Menschen.

Eine ebenso große Bedrohung schlummert in den riesigen Magna-Kammern unter dem Yellostone-Nationalpark. Vor ca. 640.000 Jahren ereignete sich hier eine gewaltige eruptive Entladung, die 1000 km³ Material wie Asche und Steine in die Atmosphäre schleuderte. Nach Berechnungen von Geologen und Vulkanologen ist hier das nächste zerstörerische Naturschauspiel mit ungeahnten Folgen längst überfällig...

Redaktion

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