Ostara - Göttin der Fruchtbarkeit
Im Atemrhythmus der Erde: die Schamanentrommel
Die Friedenspfeife - vielmehr als nur eine Pfeife
Die christlich Auferstehung wurzelt in einer Auferstehung der Natur!
In fast allen schamanischen Traditionen spielt die Schamanentrommel eine bedeutende Rolle.
Allgemein wird geglaubt, sie wurde zur Streitschlichtung verwendet. Doch die Friedenspfeife ist viel mehr als nur ein Friedenssymbol.
Reflexionen zur schamanischen Heilbehandlung
Reflexionen zur schamanischen Heilbehandlung
Reflexionen zur schamanischen Heilbehandlung
Reflexionen zur schamanischen Heilbehandlung

Reflexionen zur schamanischen Heilbehandlung

Im Gegensatz zu Religion und Schulmedizin, hat der Schamanismus niemals hierarchisch organisierte Machtstrukturen ausgebildet. Dieser Umstand legt die Annahme eines Mangels nahe - EINES MANGELS AN BEDARF!

Es gibt offenbar weltweit KEINEN Bedarf für Schamanen, ihr Wissen, ihre Lehren, ihre Methoden und Techniken durch halbstaatliche Machtgebilde reglementieren und verwalten zu lassen.

Und es gibt für sie ganz offensichtlich noch weniger Bedarf, ihre 'Autorität' und 'Fachkompetenz' oder ihre beruflichen Interessen durch Zwangsmitgliedschaft in 'schamanischen Standesvertretungen' zu schützen.

Es besteht auch kein Bedarf für Schamanen, ihre wirtschaftlichen Interessen durch ein gesetzlich festgelegtes Behandlungs - Monopol absichern zu lassen.

Dieser global anzutreffende Mangel an Bedarf ist doch sehr interessant, nicht wahr?

Weshalb hatte der Schamanismus bis zum heutigen Tage keine Veranlassung, seinen Fortbestand und das Wohlergehen seiner Vertreter durch staatlich anerkannte Organisationsformen oder durch gesetzlich festge-schriebene Monopolstellung abzusichern?

Ungeachtet zahlreicher Versuche seiner Repression durch Staat und Kirche, hat sich der Schamanismus seine Unabhängigkeit von vorgegebenen, standardisierten Glaubensan-schauungen sowie staatlicher Einflussnahme und Kontrolle bis zum heutigen Tage bewahrt.

Die Weltbetrachtung des Schamanen liegt seit Tausenden Jahren außerhalb der allgemeingültigen Norm seiner Gesellschaft.

Der praktische Nutzen des Schamanismus besteht ja gerade in der Fähigkeit des Schamanen, absorbierte moralische, sittliche und rechtliche Dogmen sowie unrichtige Glaubensanschau-ungen und nutzlose, störende Werte mit Bildschöpfungen aus der Tiefe der Seele in Frage zu stellen, sie zu erschüttern und dort zu eliminieren, wo sie zu finden sind - im Gedankengut seiner vorwiegend von Staat und Kirche konditionierten Klientel.

Vor diesem Hintergrund nimmt es nicht wunder, dass es weltweit auch KEINE genormte schamanische Heilbehandlung gibt. Es gibt weder eine 0815-Methode, noch eine DIN (Deutsche Industrie Norm), welche schamanische Dienst- leistungen standardisieren bzw. reglementieren.

Obgleich alle schamanischen Heilbehandlungen eine nicht zu verkennende inhaltliche Ähnlichkeit aufweisen, unterscheiden sie sich oft der Form nach ganz erheblich von einander. Selbst wenn die dabei angewandten Techniken unterschiedlich sind, darf nicht übersehen werden, dass das tragende Prinzip des Schamanismus im Zugang zu - und im Verkehr mit geistigen Kräften besteht. Dieses Prinzip ist der gemeinsame Nenner, den wir bei allen schamanischen Heilbehandlungen finden.

Der Stadtschamane sollte sich deshalb bei der Durchführung von Heilbe-handlungen bewusst sein, dass nicht er es ist, der die Heilung seines Klienten bewirkt, sondern seine 'Verbündeten', dh jene geistigen Kräfte, die er zu diesem Zwecke angerufen hat.

Demgegenüber fungiert der Stadtschamane bloß als Medium, als Mediator zwischen seinem Klienten und der geistigen Welt. Ob er diese Kräfte nun ‚Spirits’, ‚Krafttier’ oder ‚geistige Helfer’ nennt, ist völlig unbeachtlich. Die von ihm evozierten Kräfte fließen entweder durch ihn hindurch auf den Patienten, oder sie werden auf andere Weise auf letzteren übertragen.

Im Gegensatz zur Schulmedizin, sind es im Schamanismus immer geistige Kräfte, Energien und/oder Entitäten, welche den Heilungsprozess auslösen. Diese wirken ausgleichend auf das gestörte energetische System des Individuums.

Wird durch ihr Eingreifen die Störung im fluidalen, energetischen Bestand des Patienten behoben und das zuvor aus den Fugen Geratene wieder ins Lot gebracht, dann bewirkt dies auf physiologischer Ebene eine Kräftigung des Immunsystems, sowie das Wiedererstarken der körpereigenen Selbstheil-kräfte.

Gleichzeitig wird dadurch die Fähigkeit des Körpers erhöht, größere Mengen an Lebenskraft (Prana) für längere Zeit zu speichern. In der Folge kommt es häufig zu einer erkennbaren Besserung des Befindens, oder - wie wir es auf Bali seit vielen Jahren beobachten - zur völligen Genesung des Patienten.

Selbst wenn es im Rahmen schamanischer Heilbehand-lungen überraschend oft zu dauerhaften Heilungen kommt, gilt ein bekannter Satz Goethes auch für den Schamanismus und seine Vertreter. Goethe lässt in Faust I den Teufel selbst zu Wort kommen. Dieser erklärt dem ehrgeizigen Famulus Wagner, der bei ihm einen Rat betreffend das Studium der Medizin einholt:

"Du studierst die Gross’ und Kleine Welt, um es am Ende geh’n zu lassen, wie’s Gott gefällt".
 
Ersetze nun die Worte ‚Gross’ und Kleine Welt’ mit ‚geistige Welt’ und das Wort ‚Gott’ mit ‚den Spirits’, und Du erhältst als Ergebnis eine klare Aussage bezüglich der natürlichen Grenzen schamanischer Heilbehand-lungen.

Der Umstand, dass die ursprüngliche Aussage aus dem Munde des Leibhaftigen kam, ändert nichts an ihrem Wahrheitsgehalt.


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Dr. Friedrich Demolsky

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