Thomas Höffgen - Schamanismus bei den Germanen. Götter, Menschen, Tiere, Pflanzen (2017)
Die Friedenspfeife - vielmehr als nur eine Pfeife
Anleitung zur schamanischen Reise
Super Buch über die religiöse Weltanschauung der Mitteleuropäer!
Allgemein wird geglaubt, sie wurde zur Streitschlichtung verwendet. Doch die Friedenspfeife ist viel mehr als nur ein Friedenssymbol.
Hier erfahren Sie wie es geht!
Grenzgänger zwischen Leben und Tod
Grenzgänger zwischen Leben und Tod
Grenzgänger zwischen Leben und Tod
Grenzgänger zwischen Leben und Tod

Grenzgänger zwischen Leben und Tod

Initiation ist nicht immer eine angenehme Aufgabe. Viele müssen selbst Leid erfahren oder erleben ähnliches, wie Menschen, die dem Tode nahe waren...

Die meisten der klinisch Toten, die reanimiert werden konnten, berichten, dass sie einen Blick in die andere Dimension machen durften, von der sie ungern zurückkehren wollten, und veränderten daraufhin grundlegend ihr Leben.

Ein Vergleich schamanischer Reise-Erfahrungen mit Nahtoderlebnissen findet sich bei Joachim FAULSTICH*
(* Das innere Land. Bewusstseinsreisen zwischen Leben und Tod. München, 2003, Droemer Knaur) der auch den viel beachteten Film "Jenseitsreisen" gedreht hat.

"Im Angesicht des Todes wird das Selbst des Menschen geboren"
sagte Augustinus (+ 430)

Manche erleben in spontanen oder bewusst herbeigeführten Visionen eine Zerstückelung als die entscheidende Initiationserfahrung. Tod und Auferstehung werden dabei meist grausig und realistisch erlebt.

Doch wie soll jemand zum Grenzgänger zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten werden, wenn er nicht erst den Tod selbst gekostet hat?

Das deutsche Wort "Hexe" kommt wahrscheinlich von "haga zuga" oder "haga zussa", was soviel bedeutet wie "Zaunreiterin" (die Grenzen überspringt), ein Wort, das in manchen Gegenden der Schweiz noch verwendet wird.

In der keltischen Tradition spielten Grenzen und Übergänge eine besondere Rolle und noch heute drücken manche Naturheiler dies auch rituell aus, indem sie am Übergang zwischen Tag und Nacht auf der Schwelle des Hauses halb im Tag- und halb im Nachtgewand ihre Zeremonien durchführen. Das erzählte Tom COWAN, der "Die Schamanen von Avalon. Reisen in die Anderswelt der Kelten" (1998) schrieb.

Die "Initiationskrankheit"  (wörtlich: "die Krankheit, die einen auf den Weg bringt")  verschwindet oft, wenn man zu "schamanen" beginnt.

Aber nicht immer. Man spricht vom "verwundeten Heiler".

Der geniale Begründer der neuen Hypnotherapie Milton H. Erickson (+ 1980), der Psychiater Erwin Ringel (+ 1994) und der Mathematiker und Physiker Stephen Hawking, den viele für den begabtesten zeit- genössischen Menschen halten, waren/sind durch Behinderungen schwer beeinträchtigt. Haben sie gerade dadurch Außergewöhnliches geleistet, weil sie ihr Leiden nach einiger Zeit annehmen konnten und sich ihre Beeinträchtigung dadurch als Segen erwies?

Gerade bei einem Heilberuf ist selbst erlittenes Leid oder eine überlebte Krise mit dem üblichen Ablauf tiefgehender Gefühle sicher für das Verstehen seiner Klienten von großem Vorteil. Er wird sich bei intensiven Gefühlsäußerungen nicht schrecken. Er kennt das ja von sich selbst  -   und hat es (hoffentlich) inzwischen bewältigt.

 

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Schamanische Berufung

Weitere Artikel der Serie werden sich ausführlich mit dem auch bei uns aktuellen Thema der Berufung befassen...

Dr. August Thalhamer


 

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