Thomas Höffgen - Schamanismus bei den Germanen. Götter, Menschen, Tiere, Pflanzen (2017)
Unter Voodoo-Priestern in Westafrika
Der Tod ist nicht das Ende!
Super Buch über die religiöse Weltanschauung der Mitteleuropäer!
Voodoo und Fetisch-Kult schließen einander nicht aus
Alle Menschen haben Angst vor dem Tod. Es ist ein so schrecklich endgültiges Ereignis...
diese Form war auf den Prärien sehr beliebt
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einfache, gebräuchliche Pfeife im Ellbogen - Stil
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der Bison ist ein wichtiges Totem
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Die vier Ringe stehen für die vier Winde
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Die Friedenspfeife ...vielmehr als nur eine Pfeife

Allgemein wird geglaubt, sie wurde zur Streitschlichtung verwendet. Doch die Friedenspfeife ist viel mehr als nur ein Friedenssymbol.

In Minnesota im heiligen Steinbruch, wird das so genannte Catlinit abgebaut. Es handelt sich hierbei um ein rotes Mineralgestein. Es ist weich und somit sehr gut zu bearbeiten.

Für die Indianer war jeder Ort in der Natur heilig. Doch manche mehr als andere. Und zu diesen zählte und zählt auch  immer noch der Steinbruch, wo der Pfeifenstein gewonnen wird.

Einmal im Jahr unternahmen die Indianer, egal welchen Stammes, die meist beschwerliche Reise auf sich um zum Steinbruch zu kommen und dort neuen Vorrat an Catlinit zu bekommen.

Weil die Indianer den Frieden für besonders wichtig hielten, durfte man zum heiligen Steinbruch nur in friedlicher Absicht hinreisen. An der Friedensstätte angekommen durfte kein Kriegsgerät, kein Messer mehr benutzt werden. Sie wurden vorher begraben.

Sie kennen sicher das Sprichwort " das Kriegsbeil begraben"  ...aus diesem Brauch heraus entstand unser, sehr weit verbreitetes, Sprichwort.

Den Steinbruch selbst durften nur Auserwählte betreten. Sie mussten zuvor im Roten Wasser baden und dann Opfergaben überbringen. Am nächsten Tag, bevor der Stein gebrochen wurde, warf der Schamane Kinnikinnik in die Luft, das ist ein Gemisch aus Kräutern und Tabak, und hob seine Friedenspfeife in alle vier Himmelsrichtungen. Dann durften sie graben.

Der Schamane ließ den ausgegrabenen Stein fünfmal auf den Boden fallen um die Absichten des "Besitzers" zu erkennen. Waren sie rein, brach der Stein, waren sie es nicht, wurde der Stein fest.

Hatte man genug Catlinit für das kommende Jahr brachen die Indianer die Heimreise an. Die Steine wurden dann zur Verarbeitung denjenigen übergeben, die berechtigt waren ihn zum Pfeifenkopf zu machen.

Nicht nur das Pfeifenköpfchen war von Bedeutung. Der Stab war aus Pappel, Eiche oder Esche. Die Farben blau und grün versinnbildlichten die Gegensätze. Himmel und Erde, Frau und Mann...

Geraucht wurde die Pfeife oft. Ob nun einfach "nur" als Genussmittel oder zu zeremoniellen Handlungen, sie war wohl das bedeutendste Artefakt der Indianer.

Gefüllt wurde sie mit Kinnikinnik. Dem Tabak der Indianer. Mit verschiedenen Kräutern gemischt, diente er nicht nur als Tabak sondern auch als Heilmittel. Er konnte angeblich Schlangenbisse heilen, Wunden desinfizieren und noch so einiges mehr.

Mit dem Rauch des Kinikinnik verbanden sich die Indianer mit der geistigen Welt. Er trug die Gebete zu den Göttern, er trug dazu bei die Schutzgeister milde zu stimmen und wenn der Rauch sich kreuselte, war es ein Zeichen für die Versöhnung, für die Instandsetzung eines Vertrags.

Geraucht wurde die Pfeife nach einem bestimmten Schema. Man hob sie hoch, auf die Erde, dann in alle vier Himmelsrichtungen und dann erst durfte man einen Zug nehmen. Hatte man diese Tat vollendet, gab man sie weiter.

War ein Jahr vorbei, waren die Vorräte an Steinen aufgebraucht, machten sich die Indianer wieder auf die beschwerliche Reise um neuen Catlinit abzubauen...

 

Hinweis:
Originale Pfeifen von indianischen Künstlern gefertigt erhalten Sie im
www.shaman-shop.at

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