Ostara - Göttin der Fruchtbarkeit
Im Atemrhythmus der Erde: die Schamanentrommel
Die Friedenspfeife - vielmehr als nur eine Pfeife
Die christlich Auferstehung wurzelt in einer Auferstehung der Natur!
In fast allen schamanischen Traditionen spielt die Schamanentrommel eine bedeutende Rolle.
Allgemein wird geglaubt, sie wurde zur Streitschlichtung verwendet. Doch die Friedenspfeife ist viel mehr als nur ein Friedenssymbol.
©Dietmar Tollerian
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©Michael-Raab_pixelio.de
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©Jürgen-Acker_pixelio.de
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©Dietmar Tollerian
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Turmeremit

Goldene Zeiten für die Muße: Auf einem Bein stehend konnte ein Weiser im Altertum stundenlang auf offener Straße einem spontanen Einfall nachsinnen und ihn entfalten.

Der riesige Domraum erweitert zuerst das Gemüt, die Enge der steinernen Wendeltreppe im
Turm presst es wieder zusammen. Wie durch ein Schlupfloch geht es ins Eremitenzimmerchen, quasi die Ausnüchterungszelle vom Zivilisationsrausch.

Ruhig stellen
In der kleinen, karg eingerichteten Eremitage empfängt den zum Schweigen Verpflichteten eine zunächst irritierende Stille. Nur langsam verebben Alltagssorgen und Weltenlärm. Noch ist man im sozialen Kokon eingesponnen, doch allmählich weicht das normale Leben an den Rand des Bewusstseins. Der Einsame reinigt sich von den Schlacken der Zivilisation - von Bilderfluten, leerem Geschwätz, stichelnden SMS-Signalen oder betäubendem Alkohol.
Sollten nun Phantom-schmerzen einsetzen, klingen sie bald ab. Aufatmen - mehr als einmal.

Anvertrauen
Das Tagebuch der EremitInnen gibt Zeugnis vom Wandlungsprozess im Turm. Bernhard Gwiggner brachte, was er sprachlich nicht fassen konnte, zeichnerisch zu Papier - und ließ 19 Papierflieger, beschrieben mit Sprüchen und Zitaten, auf den Domplatz segeln.

Auf diese Idee kam er durch das Studium des Buches Kohelet, der Sprüche Salomos. Demnach ist alles Windhauch und Luftgespinst: die vollbrachten Taten, der erworbene Besitz, die (zu) vielen Worte. Für die Geschäftigen tief unten gedacht als Denkzettel...


Die spirituellen Begleiter-Innen der Diözese Linz unterstützen den Prozess der Selbst- oder auch Gotteserfahrung und lassen die TeilnehmerInnen reflek-tieren. Sie steuern nicht von sichaus Probleme an, sondern lenken das Gespräch behutsam auf Sehnsüchte und Wünsche nach
Neuorientierung. Allen bisherigen NutznießerInnen des Projekts war jedenfalls bewusst: der Rückzug für eine Woche war ein Geschenk.

Die Türmerstube kann im Jahr 2010 zur Fastenzeit und Ostern, über den Sommer und zu Advent und Weihnachten genutzt werden. Sie steht jeweils von Samstag bis Samstag für die Eremiten und Eremitinnen - inklusive spiritueller Begleitung und gegen Entgelt - zur Verfügung.

Nähere Informationen erhalten Interessierte im Domcenter, Herrenstraße 36, 4020 Linz, Tel.: 0732/946100, domcenter@dioezese-linz.at

Redaktion

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