Thomas Höffgen - Schamanismus bei den Germanen. Götter, Menschen, Tiere, Pflanzen (2017)
Keltisches Baumritual
Im Atemrhythmus der Erde: die Schamanentrommel
Super Buch über die religiöse Weltanschauung der Mitteleuropäer!
mit einem einfach und leicht praktizierbaren Baumritual der Kelten!
In fast allen schamanischen Traditionen spielt die Schamanentrommel eine bedeutende Rolle.
©fit1_pixelio.de
©fit1_pixelio.de
©Jörg-Kalt_pixelio.de
©Jörg-Kalt_pixelio.de
©Uta-Herbert_pixelio.de
©Uta-Herbert_pixelio.de
©M.B._pixelio.de
©M.B._pixelio.de
©Harald-Wanetschka_pixelio.de
©Harald-Wanetschka_pixelio.de

Dim Mak - tödliche Berührung

Ein Meister asiatischer Kampftechnik kann mit einem Schlag Betonplatten zertrümmern.

John F. Gilbey, ein Kampfkunstexperte, war angeblich Zeuge eines "verzögerten Todesschlages": ein asiatischer Meister versetzte seinem Sohn einen bloß leichten Stoß unterhalb des Nabels. Nach drei Tagen völligen Wohlbefindens brach dieser bewusstlos zusammen. Seinem Vater gelang es, ihn mit Kräutern und Massage wiederherzustellen.

Beim "Dim Mak" (Kunst der tödlichen Berührung) werden Nervenpunkte des Gegners angegriffen, um diese negativ zu stimulieren. Druck, Stoß oder Schlag auf einen Nervenpunkt sollen Schmerzen, kurzzeitige Lähmung, Atemstillstand oder auch den Tod bewirken können. Der "verzögerte Todesschlag" ist weder ein heftiger Schlag wie im Karate, noch einer der Rundschläge wie beim Kung Fu. Einige Autoren glauben die Wirkung darin begründet, dass der Schlag das Qi, die Lebensenergie des menschlichen Körpers, zerstört. Er unterbricht angeblich die Versorgung der Organe, was zu einer Art Auszehrung führt.

Um - rein hypothetisch - einen "Dim Mak" erfolgreich ausführen zu können, sind fundierte Kenntnisse in drei Wissensbereichen nötig: zuerst über das Nervensystem, dessen Funktion, sowie der Leitbahnen und deren Beeinflussung; dann über den Blutkreislauf; schließlich über die Lebensenergie Qi und deren Beeinflussung.

Die Verletzbarkeit eines Opfers ändert sich zum Beispiel mit der Außentemperatur und der Tageszeit.

Die in Frage kommenden Punkte entsprechen den Akupunktur-Punkten der traditionellen chinesischen Medizin. Es werden 36 "alte Punkte" oder auch so genannte "tödliche Punkte" verwendet. Prinzipiell soll jeder der 361 Punkte der traditionellen chinesischen Medizin für Angriff und Heilung nutzbar sein. Die erfolgreiche Ausführung eines verzögerten Todesschlages dürfte sich aber in der Praxis schwierig gestalten. Die im Wesentlichen nur 1-3 mm kleinen Stellen im realen Kampfgeschehen sind nämlich nur schwer zu erreichen und zu treffen.

Der Lernende hat sich bei Dim Mak zuerst ausführlich mit den Heilmethoden und erst dann mit der Kampfhandlung zu befassen. Akupressur steht im Mittelpunkt, aber auch die Heilung durch Tuina (Chiropraktik und andere Massagetechniken) oder die Kräuterheilkunde spielen eine Rolle.

Man kann also davon ausgehen, dass jemand, der über eine derartige Ausbildung verfügt, weit davon entfernt ist, Mitmenschen derart schaden zu wollen.

Redaktion

Kommentare zum Artikel:
... noch keine Kommentare vorhanden.
Infos aus der Welt des Schamanismus!
Suche:
shaman.magazine abonnieren
USERNAME
PASSWORT