Im Atemrhythmus der Erde: die Schamanentrommel
Schamanische Entwicklungswege - eine Forschungsarbeit von Cornelia Kuenzel
Thomas Höffgen - Schamanismus bei den Germanen. Götter, Menschen, Tiere, Pflanzen (2017)
In fast allen schamanischen Traditionen spielt die Schamanentrommel eine bedeutende Rolle.
Die schamanische Berufung - auch in Deutschland, der Schweiz  und Österreich erfolgt der Ruf!
Super Buch über die religiöse Weltanschauung der Mitteleuropäer!
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Vom Nutzen der Tiere

Eine Kluft zieht sich zwischen Fleischessern und Vegetariern. Während erstere nicht auf ihren Braten verzichten wollen, betont die zweite Gruppe die gesünderen Auswirkungen einer fleischlosen Kost. Vor allem aber gibt der heutige Umgang der Menschen mit Fleisch liefernden Tieren zu denken.

In Urzeiten konnten sich unsere Vorfahren erst dann an größere und gefährlichere Tiere heranwagen, als sie bessere Werkzeuge und Waffen (Speere und Bögen)) entwickelt hatten. Damit gelangen dem Homo Sapiens zwei entscheidende Verbesserungen. Zum einen war er nun in der Lage, sich gegen die wilde Natur besser zu verteidigen, ja, sie sich untertan zu machen; zum anderen, an mehr Fleischkost als wertvolle Vitamin- und Nährstoffquelle heran zukommen. Vor 10 000 Jahren hatte er die Bedrohung durch Raubtiere so weit im Griff, dass er sich sesshaft machen und Ackerbau sowie Viehzucht betreiben konnte. Um die Götter nach Dürre und Überschwemmungen versöhnlich zu stimmen, opferte man ihnen feine Fleischspeisen.

Von Indien ist bekannt, dass Kühe als heilig gelten und nicht geschlachtet und gegessen werden dürfen. Die Gründe dafür sind aber eher praktischer als religiöser Natur: In Ländern mit karger Vegetation haben Rinder als Arbeitstiere auf dem Feld und als Milchlieferanten einen höheren Nutzen als ihre Schlachtung. Daher setzte sich dort der Vegetarismus durch.

Lange Zeit, von den alten Germanen bis in die Neuzeit, galt Fleischgenuss als Zeichen der Macht und der Männlichkeit. Das ständige Privileg eines Bratens blieb aber der Oberschicht und den Herrschern vorbehalten. Das gewöhnliche Volk musste sich meistens mit karger Getreide- und Gemüsekost zufrieden geben, Fleisch stand nur selten am Speiseplan. Die Römer sahen die "Fleisch fressenden" teutonischen Stämme wiederum als Barbaren an.

Erst um 1850 ermöglichte die Industrialisierung eine Flächen deckende Haltbar- machung und Versorgung mit einer neuen Erfindung: der Konservendose. Besonders Amerika nutzte die neue Technik, weil die weiten landesinneren Transporte von Frischfleisch zu riskant waren. Riesige Viehherden und enorme Fleischmengen bedeuteten für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein Machtpotential.

Leider hat sich durch diesen industriellen Prozess die Einstellung zu den Nutztieren zum Negativen verändert. Zwar standen sie in früheren Zeiten auch eindeutig unter der Würde des Menschen und wurden als seelenlose Geschöpfe angesehen. Immerhin brachte man ihnen aber doch wegen ihrer Arbeitskraft und als Nahrungsquelle eine gewisse Wertschätzung entgegen. In der Moderne wurden aber ihre Arbeitsfunktionen, sei es in der Landwirtschaft oder beim Transport, von Maschinen übernommen. Heute fällt der Wert eines Stück Viehs nur mehr mit seinem Fleischpreis zusammen. Die Abkoppelung von der Natur intensivierte sich auch dadurch, dass den Vorgang des Schlachtens andere übernommen haben. Bleibt uns wirklich nur mehr die romantische Erinnerung an die Indianerkulturen der Jugendbücher? Ein Bison lieferte den Menschen nicht nur Fleisch, er versorgte sie auch mit Kleidern und Zeltdecken aus dem Fell, mit Pfeilspitzen und Nähnadeln aus den Knochen, mit Bogensehnen und Schnüre aus den Därmen und aus seinen Zähnen mit Schneidewerkzeugen u.v.m. Der Bison war für die Indianer überlebenswichtig, daher gehörte er zum Mittelpunkt ihrer Religion.

Redaktion

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