Der Bauch von Mutter Erde: die Schamanenrassel
Moses – ein Schamane!
Die Friedenspfeife - vielmehr als nur eine Pfeife
Die Schamanenrassel wird zur Energietransformation eingesetzt.
Die Legende trifft auf die Wirklichkeit!
Allgemein wird geglaubt, sie wurde zur Streitschlichtung verwendet. Doch die Friedenspfeife ist viel mehr als nur ein Friedenssymbol.
Beim Schamanen Tiegneri Diarra in Mali
Beim Schamanen Tiegneri Diarra in Mali
Beim Schamanen Tiegneri Diarra in Mali
Beim Schamanen Tiegneri Diarra in Mali
Beim Schamanen Tiegneri Diarra in Mali
Beim Schamanen Tiegneri Diarra in Mali
Beim Schamanen Tiegneri Diarra in Mali
Beim Schamanen Tiegneri Diarra in Mali

Beim Schamanen Tiegneri Diarra in Mali

Tiegneri Diarra trafen wir zuerst spät am Abend in Segare` bei einer Tagung der malischen Heiler im dortigen Don Bosco Haus. Wir vereinbarten ein Treffen bei ihm zu Hause in Kolokani, 160 km südwestlich von Bamako in Richtung Mauretanien.

Kolokani ist echtes tiefes Afrika. Üppig und grün liegt das Land rechts und links neben der Straße, jetzt ist Regenzeit.

Die Märkte in den kleinen Dörfern am Weg quellen über von köstlichem Gemüse. Was für ein Gegensatz zu den trockenen Böden im Norden.

Wir finden das kleine Haus, das gegen den chaotischen Anschein eine fein säuberlich geordnete Pflanzenapotheke beinhaltet.

Davor sitzt Tiegneri im Anzug und trägt einen Hut, den er vom Schamanenkongress in Mondsee mitgebracht hat. Er lädt uns zu sich nach Hause zum Essen ein, dort arbeitet er auch.

Das Dorf schaut gut aus, es hat Brunnen und Toiletten. Eine Atmosphäre von Frieden, Ruhe und großer Stille umgibt uns.

Scheu schauen zwei Kinder hinter einer Lehmwand hervor, laufen dann rasch weg.

Eine von Tiegneris Frauen hat uns ein sehr gutes Essen gekocht. Nach dem Essen schickt uns Tiegneri mit seinem Lehrling voraus zu dem Platz wo er arbeitet.

Der junge Mann, der seit vier Jahren bei ihm die Kunst des Heilens lernt, führt uns zum Haus der Kräuter. Er wird noch dreieinhalb Jahre bei Tiegneri lernen, Kräuterkunde und Zauberei.

Nach einem kurzen Fußmarsch stehen wir vor einem großen Gebäude. Hier sammelt, trocknet und verarbeitet er die Heilkräuter.

Nachdem er uns durch alle Räume geführt und uns viele Kräuter und ihre Wirkung erklärt hat, gehen wir in den Raum in dem Tiegneri schamanisch arbeitet. 

Tiegneri hat jetzt wieder seine schamanische Arbeitskleidung an, die Tracht eines Jägers der Bambara.

Konzentriert nimmt er Kontakt mit dem Ratsuchenden auf, fragt bei Fatimata, unserer Übersetzerin nach, wenn es nötig ist. Er spricht nur Bambara.

Ich flüstere meine Frage in eine handvoll Sand,  frage nach dem Erfolg des Projekts.

Sofort beginnt er  geheimnisvolle Zeichen in den Sand zu schreiben, verändert sie,  wischt sie weg und schreibt sie neu.

Das Projekt wird sehr gut werden sagt er, ich brauche keine Angst zu haben. Wir werden auch genug Geld haben. Das hat mir Sorgen gemacht, denn wir werden mehr Geld brauchen als wir jetzt haben. Nein, sagt er, es wird sehr gut werden.

Ich soll ein Perlhuhn kaufen, es mit Sheabutter am Kopf bespucken, es töten und in feuchter Erde eingraben! Auch soll ich einer Frau, die Zwillinge hat, Geld geben, das bringt Glück!

Weil ich am nächsten Tag nach Wien zurückfliege bietet er an, das für mich zu erledigen.

So gebe ich dem jungen Mann, seinem Lehrling, 3000 CeFa. Tiegneri überlässt die Geldangelegenheiten ihm. Ich kann sicher sein, dass  alles genau so gemacht wird, wie  es von mir zu tun gewesen wäre.

Letzten Endes hat sich das ganze Team bei ihm Rat geholt und Antworten bekommen, über die lange nachgedacht und geredet wurde.

So arbeiten wir jetzt an einem Projekt, das schwierig ist aber gut werden wird, mit großem Einsatz weiter.

Der Abschied war herzlich, Unsere Übersetzerin Fatimata wird Tiegneri jetzt immer um Rat fragen, wenn sie einen braucht...

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Begegnung mit dem Schamanen Tiegneri Diarra
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Hilde Heindl

...ist Psychotherapeutin in freier Praxis in Wien. Sie rief ein Hilfsprojekt für die einfachen Menschen in Mali ins Leben... und hofft damit viele Menschen zu erreichen, die sich für Afrika, Hexerei in Mali und das
www.mali-projekt.at  begeistern lassen.

 

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