Die faszinierende Welt der Heilsteine
Keltisches Baumritual
Unter Schamanen in der Mongolei
Was macht die Wirkung von Heilsteinen eigentlich aus?
mit einem einfach und leicht praktizierbaren Baumritual der Kelten!
Persönlicher Erlebnisbericht... mit HD-VIDEO
Eine Stadt der Katharer-Carcassonne-Wikipeder
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Gedenkstein-Yeza-Wikipedia
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Vernichtung der Katharer
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Bücherverbrennung
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Die Katharer - Gefahr für die Kirche

Der katholische Klerus war zu Luthers Zeiten korrupt und genusssüchtig. Kaum bekannt ist, dass sich bereits drei Jahrhunderte früher die Sekte der Katharer als Reaktion auf eine heuchlerische, nur an diesseitigen Vergnügungen orientierte Priesterschaft etablierte. Der Vatikan fühlte sich aber durch diese Gemeinschaft nicht nur spirituell, sondern auch politisch unter Druck gesetzt.

Ihren Ursprung nahmen die Katharer von Bulgarien, wo um 930 ein Dorfpfarrer namens Bogomil zur Bekämpfung des Bösen aufrief, dem man nur mit einem einfachen, tugend- haften Leben beikommen konnte. Innerhalb der nächsten hundert Jahre breitete sich der Glaube über ganz Europa aus. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bildete sich vor allem in Südfrankreich eine Art "Reformation" mit der Weihe eigener Bischöfe heraus. Kern der neuen Lehre war ein Dualismus, bei dem Gott der Teufel als ebenso mächtiger Beherrscher der Welt gegenüberstand. Deren Anhänger zollten ihren in weite Gewänder gehüllten Priestern besonderen Respekt. Ihre Vorstellungen ähnelten dem Buddhismus bzw. Hinduismus: die Menschen sind gefallene Engel, dazu bestimmt, immer aufs Neue geboren zu werden, bis sie endlich alles Materielle abgeworfen haben. Diese Reinheit erlangt der Gläubige durch eine vegetarische, zölibatäre und friedliche Lebensweise. Der Gewaltlosigkeit widersprach in ihren Augen vor allem die Verehrung des Kreuzes als Folterwerkzeug. Frauen gelten den Männern als vollkommen gleichgestellt. Am Ende wird man zur Belohnung wieder im Himmelreich aufgenommen.

Dies bedeutete für die katholische Kirche nicht nur eine ungeheure Provokation. Pedro II. von Aragonien hatte Ambitionen, Gebiete von Nordspanien und Süd- frankreichs zum Königreich "Okzitanien" zu vereinigen.

Nachdem der Heilige Stuhl zum "Kreuzzug" gegen die Katharer aufgerufen und sich zu diesem Zweck mit Frankreich verbündet hatte, sah er die Umsetzung seiner Pläne gefährdet.

Schließlich wurde Pedros Heer in einer Entscheidungs- schlacht geschlagen, er selbst dabei getötet.

Vor dem Gemetzel auf dem Schlachtfeld war es bereits zu einer Massenvernichtung der Katharer in der Stadt Beziers gekommen. Unter den 20 000 Toten befanden sich aber nicht nur Angehörige dieser Sekte, sondern auch Katholiken, die sich nicht eindeutig und schnell genug als solche ausweisen konnten. Nach der Niederlage Pedros II. gingen Kreuzritter und Franzosen besonders unbarmherzig gegen die Bevölkerung dieser Region vor. Tausende wurden verfolgt, gemartert, vergewaltigt, verstümmelt, erschlagen oder verbrannt. Danach sorgte die Inquistion unter der Führung der Dominikaner, die ver- bliebenen Katharer aufzu- spüren. Die Mehrheit wollte sich nicht dem Zwang zur Konvertierung unterwerfen und starb freiwillig den Flammentod. Dem ver- bliebenen Rest gelang es, sich fast neun Jahrzehnte in eine Höhle mit Frauen und Kindern zurückzuziehen. 1330 wurden sie aber dann doch entdeckt und lebendig eingemauert. 1412 wurden die allerletzten Katharer in den Bergen des Piemonts aufgespürt und getötet. Weitere Sektenangehörige hatten die Massenvernichtung in Bosnien zwar überlebt, konvertierten aber alle zum Islam. Im Bosnienkrieg im 20. Jahrhundert sollten für sie die Leiden der Verfolgung wieder lebendig werden.

Redaktion

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