Thomas Höffgen - Schamanismus bei den Germanen. Götter, Menschen, Tiere, Pflanzen (2017)
Die Friedenspfeife - vielmehr als nur eine Pfeife
Anleitung zur schamanischen Reise
Super Buch über die religiöse Weltanschauung der Mitteleuropäer!
Allgemein wird geglaubt, sie wurde zur Streitschlichtung verwendet. Doch die Friedenspfeife ist viel mehr als nur ein Friedenssymbol.
Hier erfahren Sie wie es geht!
Der Tanz der Schlange mit dem Adler...
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Krafttiere sind im Schamanismus unsere Helfer und Heiler. Wir begeben uns mit ihnen auf Geistreisen. Die Sinchota Maran Tradition, ein alter schamanischer Urgrund aus Nordamerika, hat ihre eigenen, ganz besonderen Krafttiere.

Jede Tradition nutzt Tiere aus ihrer Herkunftsregion, deren Eigenschaften für schamanische Deutung und Behandlung eingesetzt werden. Die Krafttiere der Sinchota Maran Tradition stellen in Anlehnung an die konkreten, lebendigen Tiere den Bezug her zu den sieben Schöpfungsprinzipien.

Diese bestehen seit Erschaffung des Kosmos und bilden den genetischen Code für alles Lebendige. Galaxien, Sonnen und Planeten sind nach diesen Prinzipien aufgebaut. Und so natürlich auch unsere Erde mit allen Geschöpfen. Und der Mensch.

Die 7 Krafttiere finden sich in den 7 Chakren des menschlichen Körpers wieder. Diese lebendigen Energieräder, die uns unsere Lebenskraft zur Verfügung stellen, werden mit der Energie der Krafttiere gezielt angesprochen. Die Chakren bergen ebenso wie die Krafttiere uralte Geschichten, die Antworten haben auf alle Fragen des menschlichen Lebens.

Wenn wir uns also mit der Urenergie der Krafttiere verbinden, finden wir Zugang zu all dem gespeicherten Wissen, das seit Anbeginn der Schöpfung für uns zur Verfügung steht. Dieses Wissen ist nicht nur mit dem Verstand zu erfassen. Es ist nicht nur intellektuell. Es ist auch das Wissen der Seele und das Wissen der Körperzellen, die ihre Geschichten tragen.

Geschichten begleiten uns durchs Leben. Unsere Familiengeschichte prägt uns von klein auf. Wir leben an einem Ort, in einem Staat, einer Kultur. Alles steckt voller Geschichte. Unser Alltag ist gefüllt mit kleinen und großen Geschichten. Jeder Arzt fragt zuerst nach der Krankengeschichte. Unglaublich vieles ist da in uns und um uns "ge-schicht-et".

Die Krafttiere der Sinchota Maran Tradition geben Zugang zu den Geschichten, die sich um die 7 Schöpfungsprinzipien ranken. Sie wollen uns zurückführen zum Ursprung. Sie wollen uns in Kontakt bringen mit dem Anbeginn der Schöpfung, als alles noch so heil war, wie vom Großen Geist gewollt.

So zeigen uns die Krafttiere den Unterschied auf zu unserem jetzigen Zustand. Sie zeigen uns, wie es sein sollte und führen uns in Kontakt mit unserem tiefsten heilen Sein. Sie holen uns ab, da wo wir gerade stehen und bringen uns in das Land des Ursprungs, wo wir wieder unser wahres Selbst erblicken dürfen. Die Krafttiere führen uns zur Lösung unserer verstrickten Geschichten - auf alles kennt die Schöpfung die wahre Antwort.

"Eure Geschichten sind dunkel geworden", sagt die Schildkröte, eines der Krafttiere. "Sie sind dunkel, weil ihr die Liebe nicht mehr in euren Herzen habt. Die Liebe verbindet euch mit dem Ganzen. Das Ganze ist ein heiliger Kreislauf, in dem das Göttliche Licht fließt und immer wieder neue Impulse setzt."

Was sind das für Geschichten unter den Menschen, die dunkel geworden sind? Und wie können sie wieder ans Licht geführt werden?

Darauf geben die 7 Krafttiere des Sinchota Maran Schamanismus Antwort. Jedes Krafttier auf seine eigene Art und Weise, jedes wie es ihm mit seiner Schöpfungsenergie entspricht.

Die 7 Heiligen Krafttiere sind: Schlange/Wurzelchakra, Wolf/Nabel, Bär/Solarplexus, Büffel/Herzchakra, Spinne/Hals, Schildkröte/Stirnchakra und Adler/Scheitelchakra.

Die Schlange kennt das Urwissen der Erde

Die Schlange ist der Erde am nächsten. Sie vereint Hingabe und Kraft in sich. Hingabe an das Sein als Geschöpf auf der Erde und Kraft aus der Lebensenergie der Erde heraus, der Großen Mutter. Wie die Erde als Wesen selbst, steht die Schlange für das Urweibliche Prinzip.

Das weibliche Prinzip kennt die Rhythmen des Lebens. Das Werden und Vergehen, das Gebären und das Sterben. Das Urgesetz der Erde - die Schlange als Krafttier verbindet uns wieder mit ihm. Sie mahnt auch den Missbrauch der Erde an. Was die Menschheit mit ihrem Urgrund anstellt, ist respektlos und selbstzerstörerisch.

Das nährende weibliche Prinzip ist die Schöpfung selbst. Sie ist der Boden für die Gesellschaft und stellt auch die Bodenschätze zur Verfügung. Was aber soll noch nährend zum Erhalt beitragen, wenn Meere überfischt und Bodenschätze ausgeschöpft sind?

Das Krafttier Schlange führt dem Menschen vor Augen, wie die Schöpfung ursprünglich angelegt war. Im Urgrund ist die Erde zum Himmel hin ausgerichtet. Die Schlange erhebt sich aus dem Erdenfeuer und strebt dem Licht des Himmels zu. Das weibliche Mutterprinzip will sich mit dem männlichen Vaterprinzip vereinen. So ist über das Feuer der Liebe im Herzen Vollständigkeit erfahrbar.

Über dieses Ganzsein erwächst die Erkenntnis, dass es nicht wirklich oben und unten gibt. Es gibt nicht Anfang, noch Ende, sondern nur den Heiligen Kreis, das heilige Gesetz der Erde und des Lebens. So lehrt die Schlange, warum die Wege der Menschen so dunkel geworden sind: Weil wir vergessen haben, den Kreis des Lebens zu ehren.

Der Wolf führt die Kraft der Erde in Bewegung

Das Krafttier Wolf ist im Nabelchakra oder Hara zuhause. Der Wolf ist reine Lebensenergie, hat eine starke zielgerichtete Durchsetzungskraft. Der Wolf steht für den Mut, erkannte Veränderungen und Entwicklungen durchzuziehen. Er setzt Dinge in Bewegung, zielgerichtet und mit großer Ausdauer.

Zielgerichtete Bewegungen, die nicht in Liebe ausgeführt werden, können leicht zu Verletzungen führen.

Das Resultat ist Schmerz, Trauma und schließlich Krieg in all seinen - auch subtilen - Formen. Verletzungen in Gedanken, Worten und Taten haben über unzählige Zeitalter zahllose dunkle Geschichten entstehen lassen. In Schlachten und Kriegen haben Frauen ihre Weisheit über die Zyklen des Lebens vergessen und Männer, wie es ist, ein heiliger Krieger zu sein.

Zur treibenden männlichen Kraft des Wolfes gehört als Gegenpol das ausgleichende weibliche Element. Denn gleichzeitig steht der Wolf auch für die Gefühle und die Gemeinschaft. Er trägt in sich das Gesetz von Ausgleich und Harmonie, von Gerechtigkeit im Sinne von Ursache und Wirkung. Das Krafttier Wolf kennt das Beziehungsgeflecht in Partnerschaften und Familien, in der Gesellschaft als Ganzes.

So steht der Wolf unter anderem auch für die Gesellschaft und die Wirtschaft. Wie "ausgeglichen" verhalten diese sich? Wo bleibt der natürliche Rhythmus bei Arbeit in drei Schichten, Leben ohne Tag und Nacht, ohne Rücksicht auf Jahreszeiten?

Wo ist Rhythmus, wenn Wachstum und Fortschritt als einzig selig machende Prinzipien gelten? Eine Wirtschaft, die nur Vorwärts kennt, eine Gesellschaft, die Kinder und Alte nicht ehrt und anerkennt, sie sind nicht im Licht.

Die Energie des Wolfes bringt uns in Kontakt mit dem silbernen Licht des Mondes. In ihm erkennen wir, dass das DU der Spiegel ist für das ICH. Übernimmt der Wolf wieder lichtvoll die Führung, erwächst neuer Mut, dem Auftrag der Liebe zu folgen. Der Liebe, die im eigenen Herzen den Einklang mit dem Urgesetz des Lebens wieder herstellt und die Flamme der Begeisterung entzündet. So bringt der Wolf den Ausgleich und heilt die alten Wunden.

Der Bär hütet das Tor zum Frieden

Weil die Wege dunkel geworden sind und weil Verletzung geschehen ist, "habt ihr euch selbst verloren", sagt der Bär. Er wohnt im Solarplexus, dem "Sonnengeflecht". So beleuchtet er unsere fehlende Ausrichtung auf die Innere Mitte und dadurch unser Verlorensein zwischen Erde und Himmel.

Der Bär weiß, dass er zur Erde gehört, auch wenn er mit der Sonne innig verbunden ist.

"Statt der Erde zu vertrauen, habt ihr euch erhoben. Tiefe Gräben sind entstanden. Jeder Mensch stellt nur sich selbst in den Mittelpunkt. Jeder spricht seine eigene Sprache. Ihr versteht einander nicht mehr". So kennzeichnet der Bär die Entwicklung des Ego, das in übertriebener Manier den Kontakt zur Gemeinschaft des Großen Ganzen verloren hat.

Das Krafttier Bär hütet das Prinzip "Wissen und Macht". Wer wirklich weiß, weiß, dass Liebe alles ist. Durch die Liebe darf Vertrauen wieder erwachsen und dadurch Frieden in uns
einkehren.

Der Bär ist tatsächlich der Hüter vor dem Tor zum Frieden. Der erlöste innere Bär ist mit sich im Frieden, weil er nicht mehr selektiert zwischen Erde oder Sonne, sondern beides miteinander vereint. Er ist nicht der Egoist, sondern der Mensch mit seinem einzig eigenen Selbstausdruck, der sich in vollem Vertrauen und Liebe in die Gemeinschaft einbringt.

Der Büffel lehrt die allumfassende Liebe

Der Mensch, der sich vereinzelt hat, gerät in Einsamkeit. Verletzungen und Orientierungs-losigkeit tragen dazu bei, dass wir vergessen haben, was reine Liebe ist. Manches Herz wurde hart und leer. Der Büffel ist es, der uns den Kontakt mit der Erde wieder schenkt. Er verbindet uns mit der Großen Mutter und lässt uns wieder ihren Herzschlag spüren.

Kein Tier lebt so im gleichen Pulsrhythmus mit Mutter Erde, wie der Büffel, der nichts anderes kennt, als liebevoll und dankbar mit ihr in Gemeinschaft zu leben.

Der Büffel im Herzchakra erwacht, wenn wir wieder richtig atmen. Der Atem Gottes drückt sich in der Natur aus in den vier Winden der vier Himmelsrichtungen. Wenn wir aufs Neue beginnen zu atmen, darf die Erinnerung an unser Höheres Selbst dämmern. Verhärtung und Ellbogenmentalität haben dann keinen Platz mehr. Die Liebe ist bedingungslos.

So sind wir im Land des Büffels unterwegs, um zu vergeben. Alles zu vergeben, was je geschehen ist. Was uns getan wurde, was wir andern angetan haben und was wir uns selbst angetan haben.

Vergebung ist der Schlüssel zur Liebe. Der Weg wird frei und neuer Atem kann uns durchströmen. Wenn wir in der Liebe sind, erhalten wir uns selbst zum Geschenk. Uns in unserem So-Sein, wie wir sind. Und zu der Liebe kommt der Frieden.

Die Spinne will die Lichtnetze der Liebe weben

Wo Menschen isoliert und nur sich selbst verpflichtet sind, gibt es keine wahre Kommunikation, ist kein Raum für liebevolle Worte, herrscht schließlich Sprachlosigkeit. Der Hals ist zugeschnürt, das Hals-Chakra geschwächt. Daraus erwachsen dunkle Geschichten, dunkle Strukturen. Solche wie Manipulation, Lüge, Verrat und Illusion.

Der Gegenpol ist lichtvolle Kommunikation. Doch was ist das? Es ist die Erinnerung an die Heiligkeit des Wortes, das aller Schöpfung vorausgeht. Das Wort, das zuerst war und stets zuerst ist. Das Wort der Wahrheit, das im rechten Moment gesagt werden will, um Heil zu bringen. Wenn wieder tiefe Achtung und reiner Respekt vor der Heiligkeit des Wortes wachsen, wirkt die Weiße Spinne ihr Werk. Ihr Werk ist die Lichtstruktur des Sternenwissens, die hohe Matrix des Lebens nach kosmischem Plan.

Unsere Welt ist voller dunkler Netze. Ideologien, Dogmen und Illusionen haben die Wahrhaftigkeit verdrängt und ersetzt. Wie "man" sein soll, haben wir meist nicht selbst entschieden - es wurde für uns getan. Wollen wir der lichtvollen Heiligen Spinne wieder begegnen, braucht es Kraft, um ihr Raum zu geben. Raum, in dem sie ihre Lichtnetze spinnen kann. Und es braucht Hingabe an den Prozess, damit lichte Strukturen wieder entstehen können.

Die Strukturen der Heiligen Spinne sind überaus machtvoll und gleichzeitig filigran. Sie öffnet die Tür zum Herzen, damit wir die Wahrheit erkennen, die der Heilige Büffel dort lebendig hält. Es ist notwendig, still zu werden und die Weiße Spinne zu erkennen. Sie führt aus den Trugbildern und aus den gefälschten Visionen heraus. Ihr Reich ist der Kosmos der lichten Strukturen, in dem wir eins sind. Und eins mit dem Schöpfer, dessen wahrhaftiger Plan es ist, Himmel und Erde im Licht zu vereinen.

Die Schildkröte ruft uns in den Heiligen Kreis

Das Krafttier Schildkröte ist dem Stirnchakra zugeordnet. Sie ist es, die für die Kommunikation mit uns selbst zuständig ist. Die Schildkröte trägt alle Geschichten seit Anbeginn der Erde in sich. Ihre Weisheit ist uralt und sehr, sehr tief. Wenn die Schildkröte uns die Geschichten offenbart, beginnen die großen Zusammenhänge sichtbar zu werden.
Die Heilige Schildkröte führt uns in unendlicher Geduld zur Versöhnung mit unserer eigenen Geschichte. Sie soll ausheilen dürfen, damit wir bereit sind, uns leer zu machen und neue Visionen zu empfangen.

"Wissen ist Leere. Wissen ist Eins-Sein mit dem Großen Geist," erklärt uns die Schildkröte. Alle Geschichten sind wertlos ohne seine göttlichen Impulse. Nichts geschieht einfach so. Alles ist Teil der großen Vision. Diese göttliche Vision trägt die Schildkröte in ihrem Herzen. Wenn wir unsere dunklen Geschichten anschauen und ins Heil führen, beginnt die Vision des Einen durchzuscheinen.

Seine Vision ruft alle Individuen zurück zu sich und seiner Liebe. Geduldig und weise begleitet uns die Schildkröte, damit wir den Pfad des Lichts wieder finden und gehen können. Der schamanische Weg öffnet den Zugang zu ihr. Der Weg führt in den Heiligen Kreis - dahin, wo Einheit herrscht.

Der Adler bringt den Himmel auf die Erde

Vom Kronen-Chakra steigt der Heilige weiße Adler auf. Er fliegt in die Sonne und von da aus in die Freiheit der Unendlichkeit. Dort, jenseits der Dualität, ist der Raum leer. Dort ist Einheit mit dem Geist, brennt das Feuer des Ursprungs.

Der Adler verbindet uns mit dem Himmelslicht. Er verkörpert sein Prinzip und lässt uns die Anbindung an das Göttliche erfahren. Fällt das Licht des Himmels in unseren Geist, leitet es uns an, unser kleines Ego zu überwinden und die Verbindung mit unserem eigenen Höheren Selbst wieder herzustellen.

So wie die Erde nicht ohne den Himmel sein kann, so ist es der Wille des Himmels, sich mit der Erde zu verbinden. Durch die Überwindung des Egos und die Bereitschaft, zu dienen, kommen wir in Kontakt mit dem Göttlichen. Das Licht des Großen Geistes erleuchtet uns und lässt uns Liebe leben. Der Adler bringt die geistigen Samen der Liebe herab.

Licht und Liebe sind es, die die Erde braucht. Sie lassen die Heilige Schlange der Erde sich erheben und aufsteigen. Wenn der Adler mit der Schlange tanzt, beginnt aufs Neue Schöpfung. Der Same Gottes wird eingepflanzt und die Kraft der Erde lässt ihn wachsen. Der Same der Liebe reift heran, bis er sich zur Blüte entfaltet in unserem Herzen.

Im Herzen der Menschen begegnen sich Himmel und Erde. Hier wird geboren, was aus Liebe geschöpft wurde. Es ist unser Erbe von Vater Himmel und Mutter Erde, das uns zu Kindern der Liebe macht.

Die sieben schamanischen Krafttiere unterstützen uns und führen uns. Sie sind lange vor den Menschen geschöpft und wissen, wie der Weg zu gehen ist. Es ist das Abenteuer des Lebens, das sich vor uns ausbreitet. Der schamanische Weg ist ein Weg in Liebe, der sich wahrhaft zu gehen lohnt.

Sinchota Genzmer

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