Thomas Höffgen - Schamanismus bei den Germanen. Götter, Menschen, Tiere, Pflanzen (2017)
Keltisches Baumritual
Im Atemrhythmus der Erde: die Schamanentrommel
Super Buch über die religiöse Weltanschauung der Mitteleuropäer!
mit einem einfach und leicht praktizierbaren Baumritual der Kelten!
In fast allen schamanischen Traditionen spielt die Schamanentrommel eine bedeutende Rolle.
Begegnung mit dem Schamanen Tiegneri Diarra
die Zeichen zur Weissagung
die Zeichen zur Weissagung
Der Sand...
Der Sand...
Begegnung mit dem Schamanen Tiegneri Diarra

Begegnung mit dem Schamanen Tiegneri Diarra

Tiegneri Diarra, ein schlanker, großer Mann, sprach Bambara und arbeitete mit Übersetzer. Gekleidet war er in das traditionelle braune Gewand des Jägers, das mit vielen Gris-Gris und anderen geheimnisvollen Gegenständen behangen war.

Er stellte sich und sein Land kurz vor, erzählte von seinen drei Frauen und achtzehn Kindern, und kam dann rasch und ausführlich zur Sache.

Zuerst stellte er die 16 Zeichen, mit deren Hilfe er weissagt vor:

Die Zeichen (Laturu):
1 Seele, spricht über sich selbst
2 spricht vom Glück
3 spricht von der Mutter, auch Wasser, das nicht austrocknet
4 Vater
5 Kinder
6 Jesus, ein Zeichen für Schmerz
7 steht für Frau
8 spricht über Ausland, Schmiede und Bauern
9 König Salomon, Autorität, Führungspersönlichkeit
10 Hoffnung, spricht über Fahrzeuge, gut verwirklichtes Projekt
11 spricht über Wut, alte Menschen, Bosheit
12 Reichtum, Polizei, Jäger
13 spricht über den Weg, Reisende, Händler
14 Raum, Lehrer
15 Raum im Haus, Frau, stehendes Wasser
16 Moses, er ist der Chef der Geister. Es gibt mehr Geister als Menschen, daher haben die Geister 5 Linien.

Beim Wahrsagen gibt es drei Methoden: die 16 Zeichen im Sand, die Kaurimuscheln und eine Art Kette oder Rosenkranz.
Gezeigt hat Tiegneri Diarra die Methode mit dem Sand.

Man kann natürlich nicht jeden Sand nehmen. Man muss  zu einem passenden Termitenhügel gehen  und steckt Kolanüsse in einige Öffnungen. Das tut man um die Erlaubnis und Unterstützung  der Ahnen einzuholen. Dann nimmt man den Sand vom Termitenhügel und trägt ihn nach Hause. 

In dem ausgebreiteten und mit den Händen glatt gestrichenen Sand kann man dann die Zeichen hinein machen. Wenn die Ahnen zufrieden sind kann  das Ritual durchgeführt werden und wird ein gutes, richtiges Ergebnis entstehen.

Ich kann glücklicherweise Tiegneri Diarra meine Frage stellen. Ich setze mich neben ihn auf den Boden. Er lässt mich eine Hand voll Sand nehmen und in den Sand mein Anliegen flüstern. Den Sand gebe ich wieder zurück.

Er schaut mich kurz konzentriert an und beginnt dann die Zeichen in den Sand zu machen, die ihm seine Intuition eingibt während er mich immer wieder anschaut.

Der Dolmetscher fragt mich, ob ich nach einer Hoffnung gefragt habe. Ja, natürlich habe ich das. Tiegneri spricht, und Lamine, der Dolmetscher teilt mir mit: Es schaut gut aus, ich werde vielleicht Probleme mit Behörden haben, aber es wird alles gut ausgehen.

Mehrmals ist das Zeichen für Lehrer gekommen und das Zeichen für König Salomon, das ist sehr gut. Ich habe nach dem Maliprojekt gefragt, erzähle ich Tiegneri, und ich werde bald nach Mali fahren, ich freue mich riesig über seine Prophezeiung.

Ich soll ihn in seinem Dorf besuchen kommen, lädt mich Tiegneri ein. Und das werde ich sicher machen.

Hilde Heindl

...ist Psychotherapeutin in freier Praxis in Wien. Sie rief ein Hilfsprojekt für die einfachen Menschen in Mali ins Leben... und hofft damit viele Menschen zu erreichen, die sich für Afrika, Hexerei in Mali und das
www.mali-projekt.at  begeistern lassen.

Kommentare zum Artikel:
... noch keine Kommentare vorhanden.
Infos aus der Welt des Schamanismus!
Suche:
shaman.magazine abonnieren
USERNAME
PASSWORT