Ostara - Göttin der Fruchtbarkeit
Im Atemrhythmus der Erde: die Schamanentrommel
Die Friedenspfeife - vielmehr als nur eine Pfeife
Die christlich Auferstehung wurzelt in einer Auferstehung der Natur!
In fast allen schamanischen Traditionen spielt die Schamanentrommel eine bedeutende Rolle.
Allgemein wird geglaubt, sie wurde zur Streitschlichtung verwendet. Doch die Friedenspfeife ist viel mehr als nur ein Friedenssymbol.
Im Dogonland
Im Dogonland
Im Dogonland
Im Dogonland

Im Dogonland

In einem abgeschiedenen Teil von Mali, einem der ärmsten Länder der Welt leben die Dogon. Vom 12. bis zum 15 Jahrhundert haben sich die animistischen Dogon vor ihren islamischen Verfolgern ins Bergland von Bandiagara gerettet.

In der unbeschreiblich schönen Landschaft der berühmten Falaise haben die Dogon unglaubliche Häuser errichtet.

Die Falaise ist eine fast senkrecht abfallende Wand, die zu Fuß, aus der  endlos erscheinenden Gondoebene kommend, über einen kurze, steile Geröllhalde aus großen Gesteinsbrocken erstiegen werden muss.

Der Ausblick in die Ebene ist berührend schön. Früher war es für die Dogon  wichtig, jede Annäherung von Menschen schon von Weitem zu bemerken. Jetzt wohnen sie am Fuß der Falaise in ihrem Dorf oder am Dach der Falaise, auf der Hochebene, dort, wo es Wasser gibt und mehr Raum.

Die Dogon haben bei ihrer Ankunft wahrscheinlich die dort lebenden Yelem besiegt und vertrieben. Genau weiß das niemand, da es keine schriftlichen Aufzeichnungen gibt.

Über den Häusern der Dogon sind bienenkorbartige Bauten in den Felsrillen zu sehen, diese werden den Yelem zugeschrieben. Mir ist es unerklärlich, wie man dort wohnen konnte ohne fliegen zu können.

Die Wissenschaft, geht davon aus, dass die Yelem kleinwüchsig waren. Heute dienen die "Bienenkörbe" der Yelem als Gräber für die weisen alten Führer, die Ogon.

Immer noch leben die Dogon ihre Spiritualität, verehren Ihre Ahnen, hören auf den Ogon.

Die Einteilung der Felder, der Bau und die Himmelsrichtung der Palaverhütten, die Aufteilung der Wohnhäuser, die Anordnung der Türen, Decken, Terrassen, Nischen und Balken,  alles ist Ausdruck der religiösen-mythologischen Anschauung der Dogon.

Der Ogon ist Heiler und zuständig für das Wohlergehen des Dorfes. Natürlich weiß er über die heilenden Kräfte der Pflanzen und Tiere bescheid.

Er muss allein in einem besonderen Haus leben, am Rand des Dorfes gelegen. Es ist mit besonderen, bedeutungsvollen Mustern und Symbolen verziert. Sein Essen wird ihm einmal am Tag  von einem Mädchen gebracht, das noch rein ist, das noch keine Monatsblutungen hat.

Alle drei Jahre muss er in der Lage sein, eine Kobra zu sich zu rufen. Wenn er das nicht mehr kann weiß er, dass seine Zeit zu sterben kommt.

In einem Dorf der Dogon wurde vor einigen Jahren ein Ogon, der den versprochenen Regen nicht zaubern konnte, von den Dorfbewohnern erschlagen!

So ist es nicht weiter erstaunlich, dass es Nachwuchsprobleme gibt. Ein Ogon zu werden erfordert eine sehr lange Lehrzeit, einen großen Verzicht auf Familie, Vertraute, Freunde und die Bereitschaft große Verantwortung zu tragen für das Wohl der Gemeinschaft.

Große Spiritualität muss bei den Dogon wohl so gelebt werden...

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Hexerei in Mali

Hilde Heindl

...ist Psychotherapeutin in freier Praxis in Wien. Sie rief ein Hilfsprojekt für die einfachen Menschen in Mali ins Leben... und hofft damit viele Menschen zu erreichen, die sich für Afrika, Hexerei in Mali und das
www.mali-projekt.at  begeistern lassen.

 

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